Tierphysiotherapie

Die Tierphysiotherapie wird eingesetzt bei:
- Schmerzzuständen
- muskulären Verspannungen
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Skelett-/Wirbelsäulenerkrankungen
- Bandscheibenvorfälle
- Arthrose
- Lahmheiten
- Hufrehe/Hufrolle
- eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit
- vor und nach Operationen
- bei alten Tieren
aber natürlich auch zur Entspannung und als Wellness.

Die Behandlung erfolgt durch:
- Massage
- Krankengymnastik mit Durchbewegen der Gelenke
- Manuelle Therapie
- Akupunktur

Massage:
Massage bedeutet manuelle Einwirkung auf die Haut, das Gewebe und die Muskulatur. Durch die Massage wird Schmerz gelindert. Durch den Druck auf das Gewebe werden schmerzauslösende Substanzen aus dem Gewebe ausgeschwemmt. Ebenfalls kann ein Anstieg der Sauerstoffgewinnung erreicht werden. was zur Schmerzlinderung führt.

Die Massage bewirkt eine Entspannung des Gewebes und der Psyche.

Aber wie kommt es zu Schmerzen der Muskulatur?
Wird ein Muskel überanstrengt, erhält einen Biss, Schnitt oder Tritt..., zieht er sich zusammen. Dadurch soll verhindert werden, dass er beschädigt wird und reißt. Der Muskel verspannt sich und die Muskelfasern sind nicht mehr einsatzfähig. Ihre Aufgabe wird von anderen Muskelfasern übernommen, bis der ganze Muskel betroffen ist und wiederum ein angrenzender Muskel einspringen muss. Dies führt zu starken Schmerzen, Durchblutungsstörungen, bis hin zu Muskelatrophien.
Aber auch mangelnde Bewegung und dadurch mangelnde Durchblutung können Verklebungen und Verquellungen der Muskulatur hervorrufen.


Krankengymnastik:

Zur Krankengymnastik gehören:
- Das passive Bewegen: 
Der Therapeut führt die Bewegungen am Tier durch. Die Gelenke werden nach einem bestimmten System mehrfach bewegt. Das passive Bewegen wird eingesetzt zur: 
   - Schmerzlinderung
   - Erhaltung und Wiedererlangung der  
     Gelenkbeweglichkeit  
   - Anregung der Synoviaproduktion
   - Dehnung der gelenknahen Muskulatur


- Das aktive Bewegen:
Das Tier führt die Bewegung mit Hilfestellung des Therapeuten durch. Es wird z. B. bergauf, bergab, Slalom gelaufen, über Cavaletti, im flachen Wasser. Bei Hunden können noch Geräte, wie Ballkissen, Therapiekreisel etc. eingesetzt werden. Das aktive Bewegen wird eingesetzt zum/zur:
   - Muskelaufbau
   - Mobilisieren der Gelenke und der Wirbelsäule
   - Verbesserung der Koordination und Motorik

Manuelle Therapie:

Manuelle Therapie ist die Behandlung von Störungen der Extremitäten- und Wirbelgelenke durch Traktion und translatorisches Gleiten. Mit der Manuellen Therapie erreicht man:
- eine Schmerzreduktion
- eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit
- die Anregung der Synoviaproduktion
- die Dehnung der Gelenkkapsel


Hat Ihr Tier seit längerem Schmerzen oder gesundheitliche Probleme, sollte dies unbedingt von einem Tierarzt abgeklärt werden. Die Physiotherapie versteht sich als Ergänzung zur tierärztlichen Behandlung.

Faszientherapie